Mittwoch, 20. April 2011

15. April 2011 - Kopfweiden pflanzen

Am Freitag, den 15. April 2011, trafen sich der Förderkreis Umwelt- und Naturschutz (drei Mitglieder: H. Hoppe-Dominik, H. Frank, H. Fischer) und neun Mitarbeiter der Firma Siemens AG um neun Uhr morgens zu einem Naturschutzeinsatz in Dibbesdorf undi Hondelage. Ziel war es, bewaffnet mit Arbeitshandschuhen und Gummistiefeln, im Rahmen eines Renaturierungsprogramms der Schunteraue, Kopfweiden zu pflanzen und diese mit entsprechenden Holzpfählen vor den Knabberattacken der später auf dieser Wiese weidenden Wasserbüffel zu schützen. Insgesamt wurden 32 Kopfweiden in ca. einen Meter tiefe Löcher eingepflanzt und ebenso viele Holzpfähle gesetzt. Wer sich vor Beginn des Projektes darunter nur kleine, junge Bäume vorstellte, musste schnell feststellen, dass er sich geirrt hatte. Diese wurden zwar auch gesetzt, jedoch kam auf drei kleine Bäume jeweils ein großer Baum mit ca. 30 cm Durchmesser. Diese Bäume konnten nur mithilfe eines Treckers und vieler starker Hände eingepflanzt werden.

Natürlich lief alles zu glatt. Die Sonne schien, die Temperaturen waren angenehm zum Arbeiten und die Siemens Mitarbeiter waren hoch motiviert. Innerhalb kürzester Zeit waren die ersten Bäume von einer nahe gelegenen Wiese auf den Hänger geladen, zum Einsatzort gefahren, und vor Ort eingebuddelt. Beim Löchergraben wurde mit Dachs (Art Schaufel), Erdbohrer und Spaten hantiert, wie sonst nur mit dem Blackberry und Computer.

Auf dem Weg zu einer weiteren Pflanzstelle musste das ehemalige Flussbett der Schunteraue mit dem Auto durchquert werden. Nichtsahnend wurde der Geländewagen in die mit Handzeichen aufgezeigte Richtung gesteuert. Was dabei nicht bedacht wurde, war die Beschaffenheit des Untergrunds. Wie die Insassen später feststellten, hätte das Flussbett „schneller und mutiger“ durchquert werden müssen, um sich nicht festzufahren. Wie der Zufall so will, steckte kurze Zeit später der Geländewagen im Matsch. Und trotz kräftigem Einsatz von Schaufeln und sogar dem Versuch eine Plastiktüte unter den Reifen zu legen, drehten die Reifen weiter durch. Der Trecker, der das Auto hätte rausziehen sollen, kam gar nicht erst bis zur Unglücksstelle. Er blieb schon 20 Meter vor dem Auto im ehemaligen Flussbett stecken. Die Rettung kam in Gestalt eines riesigen Baggers, der sowohl das Auto, als auch den Trecker befreien konnte. Hätten sich die Fahrzeuge eine halbe Stunde später festgefahren, hätten die Arbeitenden erfinderisch werden müssen, da hatte der Baggerfahrer nämlich schon Feierabend.

Von diesem kleinen Malheur hat sich die Truppe jedoch nicht abschrecken lassen und danach sogar mit doppelten Elan weiter Bäume gepflanzt. Bis halb fünf wurde gearbeitet und im Nachhinein festgestellt, dass Bäume pflanzen sehr anstrengend, aber im Team auch sehr lustig sein kann. Alle hatten an diesem Tag viel Spaß und sind gespannt, wie die Wiese in ein paar Jahren aussehen wird.

Das Fazit des Tages: Nicht zu zaghaft schlammige Gebiete durchqueren, sondern ordentlich Gas geben und: Bäume pflanzen ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern macht auch wirklich Spaß.